Historie
Im Jahre 1901 war die Wohnungsnot in Passau, insbesondere im Bereich des Bahnhofs, sehr groß. Man konnte damals keine befriedigende Antwort auf die Frage geben: "Wo sollen die Wohnungen für die ständig steigende Zahl der Eisenbahner herkommen?" Wohnungen waren rar, und die wenigen vorhandenen waren meist unzureichend. Besonders schwierig wurde es aber, wenn der Hausherr die unausweichliche Frage stellte, wie viele Kinder der Wohnungssuchende hatte. Waren es deren zu viele, so war es nicht selten der Fall, dass der Vater einer kinderreichen Familie abgewiesen und bitter enttäuscht wurde. Die damals herrschende Wohnungsnot wurde zum großen Teil auch durch die schreckliche Hochwasserkatastrophe von 1899 mit verursacht.
Diese Umstände waren ausschlaggebend, dass sich am 7. Juli 1901 in den Lokalitäten des „Schmeroldkellers" zu Passau sozialgesinnte Stationsbeamte und Arbeiter zu einer Gründungsversammlung versammelten. Zu dieser Gründungsversammlung erschienen 23 gleichgesinnte Männer, die sich zum Ziel gesetzt hatten, für die Eisenbahner und deren Familien angemessenen Wohnraum zu schaffen.